Polski
English
Ruskij
Deutsch
Français

 
VorwortSeitenmapZusammenfassungWas nun...?
Karol KrupnikKatarzyna £odejAnna PrzybyszMagdalena GalantMarcin MalinowskiAleksandra Dominik
    i Ma³gorzata WantkeMaria PuszczewiczNatalia Bojarska
    i Agata DachowskaAgata SitkoKatarzyna PolañskaKrzysztof DrzymalskiRafa³ Czaja
Anna Fiutek

Redaktion  
 
Links  
 
Schreib uns  
 


tipWeißt Du, dass ...






ANNA PRZYBYSZ
Gedichte


Wo sind sie geblieben?

Wo sind sie geblieben,
die ich noch gestern gesehen habe
in schweigenden Reihen marschierend?
Wo steckten sie -
in der Nacht voll erstickenden Rauches?
Ich stolpre im Lauf über Steine
ich suche und finde sie nicht ...
Wo sind sie geblieben,
die täglichen Mitbewohner in deiner Straße
wo sind sie?
Was ist ihre Angst?
Warum schweigen graue Schatten?
Wie viele menschliche Seelen bergen sie in sich
still und traurig mit dem Stern auf der Stirn ...


Spinnrad

Gedrängt in schweigenden Reihen,
hinkniend am Spinnrad,
spinnen sie das verkohlte Garn des Lebens
das obwohl längst gerissen,
lebendig bleibt in der Erinnerung


Józef Szajna, Brennende Leiter
Auschwitzlied
(angelehnt an echte Lieder der Auschwitzhäftlinge)

Rauch des Krematoriums
tiefbraun wie gerosteter Kaffee
setzt sich auf unsere Häupter
und drückt uns den Atem ab.
Es schreiten unsere Brüder
zu Gott empor in die Höhe
und wir folgen ihnen bald
wenn unsere Stunde geschlagen hat.

Józef Szajna, Zahlen
Schmetterlinge

Sie lächelte die Welt an
mit eine Reihe verrußter Leichen.
Die Hand streckte sich aus, um zu greifen
nach Träumen, die nicht zu fassen,
die klein und gemütlich sind.


Krieg

Es donnert die Straßen der Stadt
eine riesige Kugel entlang
und walzt die Straßen zu Kreuzen
darunter Taschen voll Lebens
die aus den Händen geglitten sind
jenen, die in die Stille gingen.


Ein Kolyma-Lied

Die Dunkelheit drückte uns
an ihre steinerne Brust.
uns blieb verhüllt das Gesicht
des Tages mit sonnigem Lächeln zu Mittag.
Wir brachen auf nach Gold
das Leid haut den Weg in den Felsen hinein
mit Beutel Schmerz in der Hand.


Treue

Die Tür schloss geräuschvoll
Es gibt keine Wiederkehr mehr.
Sie begreifen noch immer nicht
und fragen weiter beharrlich
in ungeduldigem Erwarten
diese in Viereck gefalteten Kleider


 





Zeittafel

Galerie

Gedichte