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VorwortSeitenmapZusammenfassungWas nun...?

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Briefe, die ihr gelesen habt, waren an real existierende oder fiktive Adressaten gerichtet. Die Fragen allerdings, die in ihnen aufgeworfen wurden sowie die gebotenen Antworten haben ihre dramatisch reale Dimension, denn sie beziehen sich auf handfeste Begebenheiten. Uns liegt es an weiteren Stellungnahmen - richtet sie an die Briefautoren mit eurer Zustimmung oder mit Gegenfragen und Gegenvorschlägen. Unsere Adresse lautet:

ZNAK

Wenn ihr Näheres über die gegenwärtig funktionierenden Konzentrationslager im kommunistischen China erfahren wollt, schaut nach bei:

www.laogai.org


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Was nun?

Józef Szajna, MenschenDie Lektüre der uns zugeschickten Stellungnahmen auf die von der Stiftung für Christliche Kultur ausgeschriebene Preisumfrage "Jugendliche und Gewalttätigkeit" brachte uns auf den Gedanken, dass frustrierte und desorientierte junge Menschen eine leichte Beute für diverse ideologische Rattenfänger vom extremen politischen Flügel sein können. Einer unserer Korrespondenten verwies darauf, dass die Aggression zunächst gar nicht zielgerichtet sein muss, sondern ein richtungsloses Bedürfnis ist. Sie kann aber durchaus gegen bestimmte Zielgruppen gerichtet werden, vornehmlich gegen "Andere", gegen Kinder, alte Menschen, gegen Bewohner einer anderen Stadt, einer anderen Straße oder gegen Sportfans einer anderen Mannschaft, gegen ein anderes Volk oder Vertreter einer anderen Religion. Es ist oft dem Zufall überlassen, gegen wen sich diese Aggression letztlich richtet. Daher ist es ein Leichtes, sie zu manipulieren, wenn man die in der Soziologie bereits bekannten Techniken, Angst und Abscheu zu erzeugen, geschickt anwendet.

Ein gutes Beispiel dafür sind die neonazistischen Gruppierungen in Deutschland, deren Mitglieder sich keineswegs vornehmlich aus arbeitslosen Jugendlichen rekrutieren.

Der Ertrag unserer Preisausschreibung soll eine Diskussion auslösen, der wir ein provokatives Motto voranstellen wollen:

"Vom Einzelmord ohne Grund zum geplanten Völkermord"

Immer häufiger werden durch Jugendliche Morde begangen, für die sie gar keinen Grund oder Anlass angeben können, fast so nebenbei aus Jux geschehen. Besorgniserregend ist dabei der Umstand, dass die Täter nicht eine Spur von Schuld verspüren und eine totale Abstumpfung zur Schau tragen. Die Psychologen haben dafür eine Menge Erklärungen, das Phänomen selbst zeigt aber unbeirrt eine steigende Tendenz.

Im Laufe dieser Diskussion wollen wir zu ergründen versuchen, wie sich der Übergang von der jetzt geradezu "In-gewordenen" Gewalttätigkeit, von den Krawallen bei Sportplätzen und den einzelnen sinnlosen Morden bis zur organisierten und ideologisch motivierten Aggression vollzieht, die in Kämpfen, in ethnischen Säuberungen und in Kriegen gipfelt. Wie groß ist die uns da erwachsende Gefährdung?

Darauf gibt es keine fertige Antwort, denn sehr viele Faktoren spielen da mit. Wie zahlreich sie auch sein mögen, eins hat immer Sinn: das Gefühl der Solidarität zu wecken und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zu stärken. Anfangen muss man ganz klein. Man fängt an bei den kleinsten Gruppen und in scheinbar belanglosen Angelegenheiten. Die Zusammenarbeit soll wachsen und immer größere Menschengruppen umfassen, und zwar über alle Grenzen hinweg, über die Schranken der Kultur, der Nation, des Staates, des geographischen Raumes.

Wir möchten Gäste, die uns auf unserer Internetseite besuchen, zum Nachdenken anregen und um Stellungnahmen bitten; vielleicht ist auch ein anderes Thema eine Diskussion wert: "Von der Solidarität und Zusammenarbeit in der Schulkasse bis hin zur internationalen Zusammenarbeit" - was meint ihr darüber und dazu?

Habt ihr vielleicht über Erfahrungen in dieser Beziehung zu berichten? Habt ihr schon einmal eine Zusammenarbeit versucht und mit welchem Erfolg?

Was könnt ihr euren gleichaltrigen Freunden für Tipps geben und vor was wollt ihr sie warnen?

Unsere Internetseiten wollen ein offenes Forum sein.




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