BOGDAN: Man muss den Menschen bewusst machen, was hier geschah und was das für eine Tragödie war, damit die Angst davor verursacht, dass sich so etwas nicht noch einmal wiederholen wird.
Ich zum Beispiel glaube daran, dass das nicht mehr möglich ist, denn heute gelten andere Gesetze, die sich bestimmt von den alten unterscheiden. Es gibt auch zahlreiche Organisationen, die darauf aufpassen. Doch gibt es immer eine Bedrohung, und ich denke, dass das Bewusstsein für sie vor ihr schützen kann.
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£UKASZ: Viele Menschen wissen, dass es ein KZ in Auschwitz gab, aber sie diese für "normal" halten. Es gab doch andere Vernichtungslager in anderen Ländern, in Vietnam oder Nordkorea.
Wenn man aber die Listen von Überlebenden liest, kann man sich vorstellen, wie große Leiden und Schmerzen in jedem Lager herrschten. Wir können uns vor Augen stellen, dass es eine der furchtbarsten Tragödien nicht nur in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, aber auch der Welt war, denn dort fand ungeheuere, abscheuliche Barbarei statt, und zwar Gewalt, die nie soll geschehen sein.
Wir fragen uns, wie Gott solcher Tragödie, so etwas Schreckliches zustimmen konnte - und Antwort auf diese Frage scheint kompliziert zu sein. Aber wir müssen uns überlegen, weshalb zu dem kam. Es mag so sein, wie im Falle von den biblischen Städten Sodom und Gomorrha. So eine schreckliche Sache musste allen einen Schock versetzt haben, damit Menschen endlich in Gehetze, im Rattenrennen unseres Alltags züruckhalten und nachdenken, wo die Welt hingeht und was in der Wirklichkeit auf der Welt entscheidend ist: Gewalt, Grausamkeit, Übel - oder Frieden und Liebe.
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£UKASZ: Was den Terrorangriff vom 11. September auf das WTC angeht, darf man ihn mit der Tragödie von Auschwitz nicht gleichstellen, weil es zwei verschiedene Situationen sind.
Beim WTC nahmen Religionsfanatiker teil, die die USA hassen - und obwohl ich damit nicht sagen will, dass die USA auf ihre eigene Art und Weise auch die Länder hassen, wo Islamanhänger wohnhaft sind, es gibt zwischen denen so ein Missverständnis. Dagegen polnische, jüdische, romanische oder rumänische Nation, wie auch andere Nationen, die hier in Auschwitz gefangen waren, dem deutschen Volk kein Unglück taten. Also diese Aggression war seitens Deutschlands unbegründet. Es war nur eine Barbarei.
Diese Botschaft entstand unter anderem darum, das sich Menschen sowohl aus Polen als auch aus anderen Ländern bewusst machen sollen, was Auschwitz wirklich war.
Erstaunlich, wie außerordentlich die Atmosphäre während des Weltjugendtages war. Doch versammelten sich dort nahezu tausend Menschen aus aller Welt. Jugendliche waren ein Beweis dafür, dass man angenehm Zeit verbringen kann, man kann sich klugerweise amüsieren, ohne Alkohol, ohne Zigaretten, ohne Drogen usw. - aber mittels Gebeten, Wiederentdeckung Christi, Singen und Zusammentreffen. Es war durchaus faszinierend - soeben gibt es die Hoffnung, dass Jugendliche zu der besseren Welt in der Zukunft beitragen.

















Bogdan


