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O¶wiêcim Willens Araber und Juden Neueröffnung Synagoge Zukunftsaussichten |
Menschen guten Willens •DIE BEWOHNER VON O¦WIÊCIM WÄHREND DES KRIEGES
dr Piotr Setkiewicz •DAS RETTEN VON HÄFTLINGEN dr Henryk ¦wiebocki •EIN SECHSJÄHRIGER IN DER WIDERSTANDSBEWEGUNG Bronis³aw Jacek Stupka Das Gedenkbuch von Einwohnern O¶wiêcims, die den Häftlingen von KZ Auschwitz Hilfe leisteten.
(...)Nach Auschwitz wurden Tausende Menschen deportiert - seit dem 14. Juni 1940, als hier der erste Transport polnischer Häftlinge aus dem Gefängnis in Tarnów eintraf. Unter den Deportierten befanden sich mindestens 1,1 Millionen Juden, 140 000 bis 150 000 Polen, 23 000 Roma und Sinti, 15 000 sowjetische Kriegsgefangene und 25 000 Angehörige anderer Nationen. (...)Tod, Greueltat, Anarchie, Erniedrigung menschlicher Würde herrschten ununterbrochen während das KZ funktionierte. In KZ Auschwitz entstand eine Bewegung, die versuchte, sich dem Übel entgegenzusetzen. So fing die Widerstandsbewegung an. (...) Die Widerstandsbewegung hatte zwei Ziele: den Kampf um das biologische Überleben, um die menschliche Würde und den Kampf um die Dokumentation der NS Verbrechen. Dieser Kampf der Gefangenen gegen das verbrecherische SS-System war von den Menschen unterstützt, die in der KZ Nähe wohnten. (...) Ein ungewöhnliches, erstaunliches Phänomen war die massenhafte Beteiligung häufig ganzer polnischer Familien daran. Besonders viele Frauen engagierten sich dafür. Mehrmals Kinder machten mit. Das obige Fragment von Henryk ¦wiebocki wurde dem unter seiner Leitung heraugegebenen Buch entnommen. Es war den Menschen gewidmet, die unter Lebensbedrohung und mit großem Engagement den Gefangenen halfen. Die Publikation umfasst 1216 Namen, umfangreiche illustrierte Dokumentation mit faktographischen Informationen (hauptsächlich aus den Sammlungen der Gedenkstätte und des Museums Auschwitz-Birkenau). Sie schließt auch zahlreiche Berichte der Zeitzeugen ein, deren Fragmente hier dargestellt werden(...). Bericht der Einwohnerin von Przecieszyn, W³adys³awa Ko¿usznik, die den Gefangenen Hilfe und Beistand leistete "[...] Nachdem das Konzentrationslager in Auschwitz eröffnet worden war, knüpfte ich meine ersten Kontakte zu den Gefangenen schon 1940. Die Kontakte waren eher locker und wurden intensiver erst 1941. [...] Da Hunger in diesem Zeitraum im Lager herrschte, lieferten wir vor allem Lebensmittel an die Gefangenen. [...] Schon 1941 fingen wir gleichzeitig an, die ersten Briefkontakte zu den Gefangenen zu knüpfen, dadurch dass wir von den Gefangenen geheime Informationen vermittelten, die wir weitergaben. [...]" Brief des Tschechien Bohuslav Fikr, des ehemaligen Gefangenen Nr. 63292 "[...] Schon am ersten Tag bemerkte ich, wie gut die Hilfeleistung der in der Nähe wohnhaften Menschen auf uns wirkte. Diese Freunde brachten für uns Zwiebel, Arzneimittel gegen Durchfall, kondensierte Milch. Es gab keinen einzigen Polen, der mich nie getröstet hätte. Solange ich in der Kanzlei arbeitete und sie Lebensmittel und Arzneimittel herbrachten, wusste ich, dass sie illegal gewonnen wurde, unter Lebensbedrohung.[...] Das Risiko, mit dem jede Aktion verbunden war, kann man dem Kampf in der Gefechtslinie gleichstellen. [...]" Brief der polnischen Judin Merka Szewach (jetzt Miriam Jahaw), der ehemaligen Gefangenen Nr. A15855 "[...] Ich traf in Auschwitz ein mit Erfahrungen vom Ghetto in Bia³ystok, vom Transport nach Treblinka, vom Transport, der Treblinka nach dem Aufstand der Gefangenen doch nicht erreichte; er kam über Majdanek nach Bli¿yn neben Skar¿ysko an. Nach zwei Jahren von Leiden und Wanderungen erreichte ich Auschwitz. [...] Wir waren vier Freundinnen, "Lagerschwestern": Lubka, Jetka, Liska und ich Merka. In dieser schreckhaften Wirklichkeit, ohne Würde, ohne Familie, wir versuchten alles zu teilen, aber vor allem Hoffnung aufrecht zu halten. Janek [der im Lager als Elektriker arbeitete], bis ins Innerste erschüttert wegen unseres Schicksals, brachte uns Lebensmittel, Zigaretten, die man gegen Brot wechseln konnte, wie auch Garderobestücke und sogar Stiefelschaft - das alles unter Lebensbedrohung. [...]" Bericht des deutschen Juden, Kurt Julius Goldstein, des ehemaligen Gefangenen Nr. 58866 "[...] Eine Nacht unterhielt ich mich mit einem jungen Arbiter aus Polen, der als Student von einem deutschen Besetzer zu Arbeit im Bergwerk gezwungen wurde. Er sprach ein wenig Deutsch und Englisch, wir konnten uns also verständigen. Innerhalb vom Bergwerk [Jawiszowice] ließen ihn die Nazis überall schreiben: "Räder müssen rollen für den Sieg". Bald waren wir beide einverstanden, wir hatten dieselben Prioritäten. Seither teilte er nachts seine Scheibe Brot mit mir. [...] Im Lager hatten wir ein Arbeitskommando, das Erdarbeiten, Straßenbau usw. durchführte. Der Kapo dieses Kommando sagte zu mir, jeden Morgen hätten sie unter dem Karren soviel Äpfel, Birnen, Karotten, Kartoffeln oder Brotstücke zu finden, wie viele Gefangenen am vorigen Tag arbeiteten. Jeder aus der Nachbarschaft musste die Gefangenen immer genau rechnen, und nachts brachten sie diese "Geschenke". [...]"
"[...] Ich weiß es nicht, wie viele Tage waren wir unterwegs gewesen, bevor unser Zug in Auschwitz eintraf.[...] In KZ Birkenau blieb ich ca. 6 Wochen. Die Kapos wählten ca. 150 meistens junge Gefangene. Zu dieser Gruppe gehörte ich auch. Wir wohnten in Jawiszowice, zur Arbeit gingen wir zum Bergwerk Brzeszcze. [...] Die Arbeit war schwer. Die Frauen, die im Bergwerk arbeiteten, nutzten jede Unaufmerksamkeit der SS-Männer und Kapos, und brachten uns etwas zum Essen. Eine der Frauen wartete auf uns beinah jeden Tag und sorgte dafür, dass ich etwas zum Essen kriegte. Ich kannte weder ihren Namen noch ihre Geschichte, weil sie kein Ungarisch und ich kein Polnisch sprach. Ich zählte sie auch zu den Gefangenen, und weil sie in der Bergbaukantine arbeitete, hatte sie die Gelegenheit, uns zu helfen. [...]" Bericht der Einwohnerin von Bielany, Zofia Domasik (geboren Gabry¶), der Verbindungsfrau des Kreises O¶wiêcim AK "[...] Den Lagerflüchtlingen traf ich im Namen von Jan Wawrzyczko. Ich musste auf sie im Weidengebüsch warten, nicht weit von der Brücke in £êki-Zasole. Unser Kennwort war es die Melodie vom Lied "G³êboka studzienka" ("Tiefer Brunnen") zu pfeifen.[...]
"[...] Im Januar 1945 fühlte man Unruhe unter den Deutschen sowie ihre Vorbereitungen zur Flucht. Gegen dem 20. Januar wurden endlich über Brzeszcz die Gefangenen von KZ Auschwitz evakuiert. [...] Bald breitete sich die Nachricht aus, dass im Lager Kinder ohne Obhut, vor allem aber ohne Lebensmittel und in kalten Baracken, hinterlassen wurden. Da wir kein Nachwuchs hatten, entschieden wir mit meinem Mann, uns um ein Kind zu kümmern. [...] Wir durchstreiften das Gehölz, wo Holzstücke zum Leichenbrennen auf dem Stapel lagen. Wir gingen an den Krematorien vorbei, dann betraten wir das Lager durch die Löcher im Stacheldrahtzaun. [...] Ich wollte ein Mädchen mitnehmen. Aus Angst vor einer SS Patrouille und auf Zureden der Gefangenen entschloss ich mich, das Kind zu nehmen, das mir gezeigt wurde. Einer der Gefangenen sagte, das Kind hätte "Kola" geheißen. Niemand konnte sagen, wo das Kind herkam, wie alt es war oder welchen Namen es führte. [...] "Kola" hatte erfrorene Beine, sein Körper schien fast durchsichtig zu sein, sein Bauch war groß und geschwollen. Seine Augen waren gerötet und unrein. Auf seinem Kopf befanden sich eingetrocknete Schorfe. Nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, wickelte ich "Kola" in ein Tuch und trug aus dem Lager heraus." |
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Gedenkstätten:
Auschwitz | Be³¿ec | Gross Rosen | Che³mno | Majdanek | Sobibór |
Stutthof |
Treblinka |
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Jugendliche über Vergangenheit und Zukunft; Entwurf: Stefan Wilkanowicz; Redaktion: Maria Osterwa-Czekaj; Design: Marcin Gajownik, Marek Tobolewski; Übersetzung: Justyna Pi±tkowska-Osiñska, Tomasz Ponik³o (Englisch), Katarzyna Kopeæ, (Deutsch), Andrzej Rynkar, Eliza Kasprzak (Französisch); PRZEK£ADY.PL (Russisch). - Es wurden verwendet: Fotoservice "Köln 2005" (Zentrum für Dialog und Gebet in O¶wiêcim), Helena Kubica "Man darf sie nie vergessen" (Das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, O¶wiêcim 2005), "Menschen guten Willens" unter der Leitung von Henryk ¦wiebocki (Das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, O¶wiêcim 2005), Filmarchiv von Leszek Stafiñski (Kraków). Copyright © 2006 ZNAK Christian Culture Foundation | ||